Naturwald

bringt wichtige Lebensräume zurück

Artenvielfalt

braucht Wald in allen Altersphasen

Klimaschutz

braucht Umwelt- und Naturschutz

Finde den Fehler...

Verantwortung übernehmen

Wenn nicht jetzt, wann dann?

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Tausende von anerkannten Veröffentlichungen und 98-von-100 beteiligten Wissenschaftlern lassen uns wissen:


Wenn wir jetzt nicht umdenken und handeln, und auch anfangen "vor der eigenen Haustür zu kehren", werden wir unseren Kindern und Enkeln eine Welt mit voraussichtlich unbeherrschbaren Existenz-Problemen hinterlassen!

How dare you
[Wie könnt ihr es wagen]
(Greta Thunberg, UN-Rede 23.09.2019)

Ein NATURWALD bei Wanfried - HERZLICH WILLKOMMEN

Die hessische Landesregierung hat entschieden, den Wald bei Wanfried einer natürlichen Entwicklung zu überlassen. Bereits heute ist ein kleiner Teil des Waldes als Naturschutzgebiet "Plesse-Konstein-Karnberg" ausgewiesen. Diese Internetseite soll über diese "Naturzuwendung" informieren. Weil JEDE Maßnahme, die das natürliche Ökosystem unserer Erde stärkt, Unterstützung verdient!

Wir müssen in vielen Lebensbereichen endlich anfangen umzudenken und weniger egoistisch und dafür weitsichtiger und rücksichtsvoller entscheiden und handeln. Für unsere Kinder und Enkel, für das Leben. Die Unterstützung des Naturwaldprojekts bei Wanfried ist eine gute Gelegenheit vor unserer Haustür. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Dirk Grüne Internetagentur plesseArt
How Dare you

Wir müssen in vielen Lebensbereichen endlich anfangen umzudenken und weniger egoistisch und dafür weitsichtiger und rücksichtsvoller entscheiden und handeln. Für unsere Kinder und Enkel, für das Leben. Die Unterstützung des Naturwaldprojekts bei Wanfried ist eine gute Gelegenheit vor unserer Haustür. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Dirk Grüne plesseArt
How Dare you

Klimaschutz

Die Störung des Erdklimas bringt unsere Lebensräume in Gefahr. Intakte Natur trägt neben der Reduzierung der Emissionen dazu bei, das Klima zu stabilisieren.

Artenvielfalt

Nur in ausreichend großen Wildnisgebieten finden störungsempfindliche Arten mit großen Raumansprüchen geeignete Rückzugsräume.

Lebensraum

Natur braucht -in allen Entwicklungsstadien und -phasen- weitgehend ungestörte, ausreichend große Lebensräume. Nur so können viele selten gewordene Arten überleben.

Naturwald entwickelt sich ohne waldbauliche Eingriffe

Karte Naturwald Wandfried

geplante Größe: 915 ha (44 ha -aktuell + 871 ha -zusätzlich)

Alt und wertvoll

Im Gegensatz zu einem Wirtschaftswald bleiben alte Bäume stehen bis sie morsch werden und zusammenbrechen. Als "Totholz" sind sie biologisch sehr wertvoll, denn der Holzbruch bietet einen einzigartigen Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Pilze. Je größer ein Naturwald, desto größer ist seine Standortvielfalt und desto mehr ökologische Nischen können sich entwickeln. Dieser Prozess des Wachsens und Weichens dient dem Schutz der Artenvielfalt und ist zugleich für den Klimaschutz sinnvoll.

Kritiker argumentieren gegen das Projekt "Naturwald bei Wanfried"...

die Antworten
Plessekamm
Naturschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist.
Plessekamm Richtung Frieda
Ziel ist die Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Lebensstätten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter Tier- und Pflanzenarten, ...
Plessekamm Richtung Frieda
die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen, oder wegen ihrer Seltenheit, besonderer Eigenart oder hervorragender Schönheit erforderlich ist.
Plessekamm
Hessen ist mit 42 Prozent das waldreichste deutsche Bundesland. Diesem großen, natürlichen Schatz steht die Verantwortung für den Waldschutz gegenüber.
Plessekamm
Plessekamm Richtung Frieda

Hier finden Sie Auszüge aus der "Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt" (NBS) der Bundesregierung aus dem Jahr 2007. In dem Kabinettsbeschluss wird deutlich:
"Biologische Vielfalt ist eine existenzielle Grundlage für das menschliche Leben."

Was Naturwald von Wirtschaftswald unterscheidet und deshalb so wertvoll macht

Fragmentierung des Lebensraums: Der Lebensraum (auch "Habitat" genannt) umfasst die Gesamtheit der Faktoren, die ein Lebewesen benötigt. Das meint z.B. nicht nur eine Baumhöhle, diese muss auch eine bestimmte Temperatur, Feuchtigkeit und andere Faktoren wie holzzersetzende Pilze aufweisen. Wirtschaftswälder führen zu Fragmentierung (Zerstückelung und Isolation) dieser Habitate. Durch starke Nutzungen gehen alte Bäume oder stellenweise das ganze Waldinnenklima verloren. Ein eigentlich zusammenhängendes Waldgebiet wird für manche Lebewesen so in einzelne kleinere Habitatinseln unterteilt.

Die Kontinuität des Lebensraums: Damit sich Arten in einem Bestand kontinuierlich fortpflanzen können, ist eine stetige Versorgung mit großen Mengen an Totholz und alternden Bäumen über lange Zeiträume unverzichtbar. Für besonders spezialisierte Arten mit geringer Mobilität gibt es keine Alternative innerhalb ihres Ausbreitungsraumes, wenn die Kontinuität ihres Lebensraumes gestört wird. Somit sind räumliche UND zeitliche Kontinuität von naturwaldtypischen Strukturen DIE Schlüsselfaktoren für den Schutz der Artenvielfalt.

Das Vorherrschen natürlicher Störungen: Bäume werden im Wirtschaftswald schon weit vor ihrem natürlichen Tod gefällt. Die durch Windwürfe gefallenen und abgeknickten Bäume werden schnell aufgearbeitet und entfernt. Abgestorbenes Holz steht den Arten, die es für ihre Entwicklung unbedingt benötigen, nicht mehr zur Verfügung. Es ist wichtig, natürliche Störungen nicht mehr zu verhindern oder zu beseitigen, damit die Arten, deren Lebenszyklen und Lebensraum von natürlichen Störungen abhängen, ihren Platz im Ökosystem Wald wieder einnehmen können.

Die Zusammensetzung der Baumarten: Die Waldökosysteme haben sich durch die Umwandlung von Laub- in Nadelwälder für die Holzproduktion verändert. Die Vereinfachung der Baumartenzusammensetzung (Laub-/Mischwald zu Nadelwald) hat dramatische Folgen für die Arten, die mit Laubbäumen verbunden sind. Nur wenige Arten können sich auf beiden Baumarten entwickeln. Ein Anteil von ca. 40% der Artengemeinschaft benötigt eine vielfältige Baumartengemeinschaft (Mischwald), um eine bestimmte Baumart zu finden. Weil nur diese Baumart den Lebensraum bietet. Es ist zu erwarten, dass ein Naturwald mit natürlicher Baumartengemeinschaft die typischen Gemeinschaften von Arten beherbergen kann.

Die Menge und Qualität von Totholz: Die kontinuierliche Produktion von Totholz in den unterschiedlichen Waldentwicklungsphasen ermöglicht eine Anreicherung mit einer hohen Vielfalt von Positionen, Zersetzungsstadien, Durchmessern, Baumarten und Sonneneinstrahlungen.

Die Habitatbäume: Habitate sind ein besonderer und wesentlicher Lebensort für Arten oder Gemeinschaften. Für den gesamten oder zumindest einen Teil ihres Lebenszyklus können sie sich an solchen Stellen entwickeln, sich ernähren, schützen, fortpflanzen und überleben. Je älter oder größer ein Baum ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Habitate beherbergt. Viele Arten sind selten geworden, bedroht oder schon verschwunden, weil diese Habitate in Wirtschaftswäldern meist selten sind.

Wanfried heißt Naturfreude herzlich willkommen!

Luftbild Wanfried

Luftbild von Wanfried und Umgebung

"Perle Naturwald"

Immer mehr Menschen sind bereit zu erkennen, dass der Natur und unserer Erde mehr Möglichkeiten zur Regeneration verschafft werden müssen. "Weiter so" ist keine faire Option für die nachkommenden Generationen.

Im Wald bei Wanfried wird sich eine "Perle Naturwald" entwickeln. Erleben Sie es mit!

Auf dieser Seite werden mit der Zeit weitere Informationen
zu den Chancen für die Regionalentwicklung, regionale Tipps für Touristen
und nahegelegene interessante Ziele veröffentlicht.

Wanderweg P5

Beiträge über Naturwälder in Hessen

Diana Wetzestein und Mark Harthun möchten mit einer Beitragsserie über die Naturwälder in Hessen die Aufmerksamkeit auf alle Wälder lenken. Sie berichten über natürliche Kreisläufe, von Orchideen, Bäumen, Lebewesen, die auf selbst entwickelte Vielfalt angewiesen sind.
Auf den Anhöhen über Wanfried beginnt die Serie als kleine Reise, direkt an der Grenze zu Thüringen, dann geht es zur Graburg und Hessischen Schweiz und nach Thüringen. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee wird ein Thema werden, auf 5200 Hektar kann der Naturwald dort seine ganze Pracht entfalten. Tourismus- und gesundheitsfördernd, wie das gehen kann, machen Kellerwald und auch der Reinhardswald bereits vor.

lesen

Fundierte und gute Argumente für Naturwald - hier finden Sie sie:

NABU Hessen

Seltenheit Kalk-Buchenwälder

Lediglich in Nord- und Ost-Hessen findet man Kalkgestein, auf dem sich Kalk-Buchenwälder entwickeln können. Sie sind eine besondere Seltenheit. Kennzeichnend für die Kalk-Buchenwälder sind besonders große und dicke Bäume und der Reichtum an Orchideen. Entlang der hessisch-thüringischen Grenze bietet das Waldgebiet bei Wanfried die Chance, ein solches Schmuckstück auf ca. 915 Hektar zum Naturwald zu entwickeln.

Naturwald

Wissenswertes zum Download

Im Internet sind viele fundierte Informationsquellen zu den Themen Natur, Klima, Wald und Umwelt zu finden. Öffentlich zugängliches Wissen unserer engagierten und hochqualifizierten Naturschutz-Organisationen -der NABU Hessen sei hier stellvertretend erwähnt- hilft, Zusammenhänge und die zwingende Notwendigkeit von weltweit verteilten Schutzmaßnahmen (und damit auch bei uns) zu verstehen. Diverse Quellen halfen auch bei der Informationssammlung für diese Webseite, Danke.

Dank gebührt dem Bündnis der hessischen Naturschutzverbände für die Unterstützung der hessischen Landesregierung auf 5% der hessischen Waldfläche eine natürliche Waldentwicklung ohne Bewirtschaftung zuzulassen. Die Naturwälder sollten als Naturschutzgebiete gesichert werden. Große dauerhaft gesicherte "Ewigkeitsprojekte" ermöglichen natürlichen Artenschutz - für uns, unsere Kinder und nachfolgende Generationen.

ZAHLEN zum hessischen Wald: Waldfläche = 894.180 ha
(1 ha = 10.000 qm)

Baumbestandsfläche geplant* Ziel 5% Delta**
830.000 ha 31.900 ha 41.500 ha 9.600 ha

* um diese Baumbestandsfläche ohne Bewirtschaftung geht es aktuell (inklusive Naturwald bei Wanfried)
** diese Fläche fehlt noch um das 5% Ziel zu erreichen

Waldanteile Hessen

ZAHLEN zum hessischen Wald - Waldfläche: 894.180 ha (1 ha = 10.000 qm)

Baum-
bestands-
fläche
geplant* Ziel 5% Delta**
830.000 ha 31.900 ha 41.500 ha 9.600 ha

*: um diese Zielerreichung geht es aktuell (inklusive Naturwald bei Wanfried)
**: diese Fläche fehlt noch um das 5% Ziel zu erreichen

Bärlauchblüte

Besucher sind ausdrücklich eingeladen den Naturwald zu besuchen.

Natürliche Prozesse brauchen Ruhe

Bei neuen Naturwald-Projekten wird zunächst geprüft, ob die Startbedingungen noch verbessert werden können. Dafür werden für die ersten Jahre Entwicklungspläne ausgearbeitet. Bäche können von Rohrverbauungen befreit, Quellen geöffnet, gebietsfremde Baumarten können entfernt oder für einzelne Lichtbaumarten freigestellt werden. Ob dies im Wald bei Wanfried notwendig ist, ist noch nicht klar. Dabei gilt der Grundsatz: So wenig menschliche Eingriffe wie hilfreich und notwendig, und diese befristet auf einen Übergangszeitraum. Anschließend soll "Ruhe" in das Gebiet einkehren.

Wenn Sie das Wanfrieder Naturwald-Projekt öffentlich unterstützen möchten,
schreiben Sie uns ihre Stellungnahme zu dieser Naturschutzmaßnahme.
Auch ökologisch orientierte Angebote/Tipps für Besucher der Region veröffentlichen oder verlinken wir gerne.

Kontakt

Meine Hoffnung liegt in der Einsicht möglichst vieler Menschen, dass unsere Natur viel mehr Platz zur natürlichen Entfaltung braucht. Wir sind in der exponierten Lage, uns mehr um den Schutz der Natur, des Klimas und der Umwelt kümmern und es uns leisten zu können. Darum müssen wir jede noch so kleine Chance nutzen, das auch zu tun. Jeder von uns muss etwas ändern. Weil jeder verantwortlich ist.

Diana Wetzestein FachwerkAgentur

... Das politische Ziel, bis 2020 fünf Prozent der Wälder in Deutschland dauerhaft ihrer natürlichen Entwicklung zu überlassen, wird vermutlich nicht eingehalten. In dieser Gemengelage ist jedes Waldstück, das sich wieder zu einem Naturwald entwickeln kann kostbar ...

zum Statement in voller Länge
Dr. Monika Griefahn Ministerin a.D., Geschäftsführerin des Instituts für Medien, Umwelt, Kultur

Herzlichen Glückwunsch zu dieser neuen Seite, die schon jetzt vielfältige und interessante Aspekte der „Wilden Wälder“ offenbart.
Naturwälder werden aus manchen Gründen nicht immer mit Wohlgefallen gesehen und das nicht nur aus ökonomischen Gründen.

das Statement in voller Länge
Dr. Klaus Amon Meinhard-Schwebda

Ich freue mich außerordentlich, dass Hessen wilden Wald wagt!
880 Hektar Naturwald entstehen rund um Wanfried, nördlich wird dieser durch das ausgewiesene „Naturmonument Grünes Band“ ergänzt ...

das Statement in voller Länge
Felix Martin Mitglied des hessischen Landtags
Naturwald-Bundesländer
Naturwald-Bundesländer

Meine Hoffnung liegt in der Einsicht möglichst vieler Menschen, dass unsere Natur viel mehr Platz zur natürlichen Entfaltung braucht. Wir sind in der exponierten Lage, uns mehr um den Schutz der Natur, des Klimas und der Umwelt kümmern und es uns leisten zu können. Darum müssen wir jede noch so kleine Chance nutzen, das auch zu tun. Jeder von uns muss etwas ändern. Weil jeder verantwortlich ist.

Diana Wetzestein FachwerkAgentur

.. Das politische Ziel, bis 2020 fünf Prozent der Wälder in Deutschland dauerhaft ihrer natürlichen Entwicklung zu überlassen, wird vermutlich nicht eingehalten. In dieser Gemengelage ist jedes Waldstück, das sich wieder zu einem Naturwald entwickeln kann kostbar...

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Dr. Monika Griefahn Ministerin a.D., Geschäftsführerin des Instituts für Medien, Umwelt, Kultur

Herzlichen Glückwunsch zu dieser neuen Seite, die schon jetzt vielfältige und interessante Aspekte der „Wilden Wälder“ offenbart.
Naturwälder werden aus manchen Gründen nicht immer mit Wohlgefallen gesehen und das nicht nur aus ökonomischen Gründen ...

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Dr. Klaus Amon Meinhard/Schwebda

Ich freue mich außerordentlich, dass Hessen wilden Wald wagt!
880 Hektar Naturwald entstehen rund um Wanfried, nördlich wird dieser durch das ausgewiesene „Naturmonument Grünes Band“ ergänzt ...

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Felix Martin Mitglied des hessischen Landtags